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Deep-Heat-Mining Projekt in Basel

Bei diesem Projekt handelt es sich um das erste, 1996 ins Leben gerufene Forschungsprojekt der Schweiz, an dessen Ende die weltweit erste Pilotanlage für ein petrothermales geothermisches Kraftwerk für Strom- und Fernwärmeerzeugung stehen sollte. Die 2001 abgeschlossene 2'755 m tiefe Sondierbohrung Otterbach 2 zeigte, dass mithilfe des Hot-Dry-Rock Verfahrens das geothermische Reservoir im Basler Untergrund erschlossen werden konnte. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurde 2006 mit dem Abteufen der ersten 5'000 m tiefen Bohrung auf dem künftigen Kraftwerksgelände begonnen. Nachdem die Erschliessungsbohrung Basel-1 fertiggestellt wurde, sollte das etwa 200 °C heisse Gestein mit hohem Druck hydraulisch zerklüftet werden. Bei diesem Vorgang wurde mit kleineren Erdbeben gerechnet. In Basel ist es dann im Winter 2006/2007 zu unerwartet starken Erdstössen (3.1 bis 3.5 auf der Richter-Skala) gekommen. Durch die Erdstösse entstand geringer Sachschaden und die Bevölkerung wurde stark verunsichert. Das Projekt wurde daraufhin gestoppt.

Bei dem ebenfalls im Rheingraben gelegenen Kraftwerk in Soultz-sous-Forêts wurde das geothermische Reservoir mit Wasserinjektionen erschlossen. Hier blieben die Erderschütterungen im erwarteten Rahmen. Derzeit wird nach Gründen für das unterschiedliche Verhalten des Untergrundes geforscht.

Nach dem vorläufigen Ende des Projektes wurde zum besseren Monitoring der seismischen Aktivität des Basler Untergrundes in den bereits bestehenden Sondierungsbohrungen Seismometer installiert. Am Bohrloch Basel-1 finden zwar bis heute weitere Untersuchungen und Nachmessungen statt, bis zum Ergebnis einer umfassenden Risikoanalyse und damit klareren Abschätzung der möglichen geogenen Gefahren wird das Kraftwerksprojekt nicht weiter fortgeführt. Ausführlichere Hintergrundinformationen zum Deep-Heat-Mining Projekt werden auf den Internetseiten des Schweizer Erdbebendienstes bereit gestellt.

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