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Geothermie-Projekt Schlattingen (TG)

Im thurgauischen Schlattingen entschied sich der Familienbetrieb Grob Gemüse + Landbau einen Teil ihrer Gemüse-Produktions-Energie aus dem Untergrund zu gewinnen. Damit könnte der CO2-Ausstoss massiv abgebaut werden.

Im Jahr 2007 wurde somit eine Vorstudie lanciert, um das Potential für die hydrogeothermale Nutzung zu erkunden. 2009 folgte dann eine Potentialstudie und 2010 eine Machbarkeitsstudie. Beide kamen zum selben Schluss, dass eine geothermische Wärmenutzung grundsätzlich möglich ist, die Umsetzbarkeit jedoch bei nur gerade 20% liegt. Falls die Ergiebigkeit für den Wärmebedarf für die Gemüseproduktion nicht ausreichen würde, wurde als Alternative die Nutzung mittels einer tiefen Erdwärmesonde vorgeschlagen.

Der Kanton Thurgau, die ABS (Alternhative Bank Schweiz) und die Nagra konnten als Partner und Mitinteressenten gewonnen werden. Nachdem am 6. September 2010 die letzte Bewilligung vom Amt für Umwelt einging, konnte am 3. Dezember 2010 mit der Erkundungsbohrung Schlattingen 1 angefangen werden. Ein halbes Jahr später wurde die Endteufe von 1508 m unter Terrain erreicht. Verschiedene Tests - unter anderem zwei Pumpversuche - zeigten, dass man langfristig Thermalwasser mit einer Ergiebigkeit von etwa 20 m3/h fördern kann.

Nach weiteren Abklärungen, hydrogeologischen Modellierungen und Auswertungen wurde ein optimierter Plan für eine zweite, abgelenkte Bohrung erarbeitet. Im Februar 2013 wurde das Bohrprojekt Schlattingen 2 vom Amt für Umwelt des Kantons Thurgau freigegeben.

Im Gegensatz zur ersten Bohrung soll die zweite Bohrung in den obersten 500 m (Molasse) vertikal verlaufen und dann in den darunterliegenden Malmkalken und Dogger auf 45° abgelenkt werden. Ab ca. 1000 m Tiefe wird die Bohrung dann so abgelenkt, dass sie im Zielhorizont, dem oberen Muschelkalk (Trigonodusdolomit), horizontal weiterführt werden kann. So soll das erwartete Thermalwasser möglichst optimal erschlossen werden.

Geothermie Bohrung Schlattingen (Grob Gemüse +Landbau)

Am 14. Februar 2013 wurde mit der Geothermiebohrung Schlattingen 2 begonnen. Die Arbeiten konnten wie geplant umgesetzt werden. Am 28. April 2013 wurde eine Bohrlänge von 2013 m erreicht, wobei die Endtiefe bei 1172 m unter Terrain liegt.

Schlattingen 2 liefert pro Sekunde 10 Liter Thermalwasser mit einer Temperatur von 68°C. Dies reicht aus, um den Wärmebedarf der Gemüseproduktion zu decken. Somit betreibt der Betrieb Grob Gemüse + Landbau CO2-freie Gewächshäuser.

Im Moment sind Optimierungsarbeiten im Gange, unter anderem werden Pumpversuche durchgeführt.

(Quelle: Grob Gemüse + Landbau)

 

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